Chondroitin – was ist es und wofür ist es im Körper verantwortlich?

Chondroitin ist eine natürlich vorkommende Substanz im menschlichen Körper (ein komplexer Zucker), die unter anderem eine unterstützende Rolle in den Gelenken spielt. Genauer gesagt ist es eine wichtige Hauptkomponente der humanen extrazellulären Matrix, welche in allen Geweben und Organen vorhanden ist, so auch im Knorpelgewebe zwischen den Gelenken (Hüfte, Knie, Finger etc.). Die humane extrazelluläre Matrix bietet das physikalische Gerüst für das Gewebe. Sie besteht aus Wasser, Proteinen und Polysacchariden.

Die Aufgabe von Chondroitin ist dabei die Zucker- und Proteinmoleküle miteinander zu verknüpfen. Zudem ist es an der Aufrechterhaltung der strukturellen Unversehrtheit des Gewebes beteiligt. Als sogenannter Hauptnutzen und Wirkungsmechanismus stimuliert es die Regeneration des Bindegewebes, so auch des Knorpels, welcher die Knochenenden an den Gelenken abfedert. Technisch gesehen ist es eine Form komplexer Kohlenhydrate. Innerhalb des Chondroitins befinden sich dicht gepackte Sulfatgruppen, welche eine Barriere bilden und vor gewebeschädigenden Einflüssen, wie Kompressionen, Schock und sogar elektrostatischen Ladungen schützen können. Es verfügt dadurch über Schockabfederungsfähigkeiten und Wasseraufnahmefähigkeiten, was wiederum für den Körper von zentraler Bedeutung ist um Gelenk- und Knochenbewegungen ohne Reibung ausführen zu können. Der Verlust von Chondroitin wird demzufolge auch als eine Hauptursache von Gelenkschmerzen und Arthrose (Degeneration der Gelenke) angeführt.

Aber auch für andere Körperbestandteile ist die Bildung von Gewebe von zentraler Bedeutung, besonders für die Haut, den Gastrointeraltrakt (Magen-Darm-Trakt) und das Gehirn. Im Gehirn beispielsweise trägt es zur Stabilisierung von normalen Gehirnsynapsen bei. Zusätzlich schützt es das Gehirn, durch seinen Wirkmechanismus, vor Verletzungen.

Weiterhin ist es an Reparaturvorgängen bei Verletzungen am Gehirn beteiligt. Bei einem Gehirntrauma, steigt beispielsweise der Chondroitinspiegel im Gehirn rasch an, was für die Regeneration des Gewebes und dem Ersetzen von beschädigten Nervenenden notwendig ist. Mit dem Altern kann es aber zu einem Rückgang der normalen Chondroitinwerte im Körper kommen. Dementsprechend gibt es in Forschungsarbeiten Hinweise darauf, dass die Einnahme als Nahrungsergänzungsmittel den Körper dabei unterstützen kann altersbedingte Gelenkschmerzen, wie Arthrose, zu lindern oder wieder umzukehren.1 2 3 4

Wie wird Chondroitin hergestellt?

Hergestellt wird Chondroitin für Nahrungsergänzungsmittel üblicherweise aus tierischen Quellen (häufig aus Hai-, Kuh-, oder Schweineknorpel). Die im Labor gebildete Form wird außerdem als Chondroitinsulfat bezeichnet. Besser gesagt ist Chondroitinsulfat eine Kombination aus Chondroitin und Mineralsalzen, durch diese Kombination wird wiederum die Absorption in den Körper verbessert.5 6

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