Chondroitin bei hohem Cholesterinspiegel (Hyperlipidämie)

Hohe Cholesterinwerte sind eine der Hauptursachen für Atherosklerose und Atherosklerose ist bekannterweise eine der häufigsten Erkrankungen bei älteren Menschen. Atherosklerose kann zudem zu Fettleber, Nierenversagen, Herzinfarkt, koronarer Herzkrankheit (KHK) und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Häufig eingesetzte Cholesterinsenker (Lipidsenker) gegen Atherosklerose sind vor allem Statine und Fibrate, welche allerdings (bei längerer Verwendung) Nebenwirkungen auf die Niere und Leber haben können. Demzufolge besteht Bedarf an neuen Wirkstoffen, welche ebenfalls gut gegen einen hohen Cholesterinspiegel einsetzbar sind, aber weniger Nebenwirkungen aufweisen.1

Bevor auf die Wirkung von Chondroitin bei hohem Cholesterinspiegel genauer eingegangen wird sei erwähnt, dass in einzelnen Fallberichten davon berichtet wird, dass die Anwendung von Glucosamin und Chondroitin den Cholesterinspiegel erhöhen kann. In dem Fall wird empfohlen auf ein anderes Mittel zurückzugreifen, z.B. zur Linderung der Gelenkschmerzen auf Boswellia Weihrauch oder MSM.2 Studien zu dieser Thematik konnten einen Anstieg des Cholesterinspiegels durch Chondroitin bisher jedoch nicht bestätigen. Dies könnte daran liegen, dass die Anzahl der Fallberichte zu gering ist, um sie statistisch in Studienarbeiten zu erfassen. Es konnte allerdings in Studien belegt werden, dass Fucosylierte Chondroitinsulfate (aus Seegurken extrahierte Glykosaminoglykane) aufgrund ihrer antihyperlipidämischen Wirkungen als potenzielles Anti-Hyperlipidämikum eingesetzt werden könnten. Wu et al. zeigten hierzu im Jahr 2016 eine Verbesserung des Lipidprofils, des Leberschutzes, der Blutzuckerminderung und der hepatischen Glykogensynthese durch Fucosylierte Chondroitinsulfate (im Rahmen eines Mausmodells).3

Lipidsenkende und antioxidative Wirkung von Chondroitin bei hohem Cholesterinspiegel

Eine Studienarbeit von Wang et al. dokumentierte im Jahr 2017 ebenfalls gute Ergebnisse zu dieser Thematik (mit Chondroitinsulfat aus Tintenfischknorpel bei Hypercholeserinämie-Mäusen). Im Rahmen ihrer Studie wurde die Lipidsenkende und antioxidative Wirkung von Chondroitinsulfat ebenfalls genauer untersucht. Dabei konnte belegt werden, dass Chondroitinsulfat die Gewichtszunahme bei Mäusen steuere, den Leberindex, den Wert für die koronare Herzkrankheit und den Atherosklerose-Index reduzierte sowie den Nierenindex erhöhte. Diese Ergebnisse deuten folglich eindeutig auf das Potenzial zur Verhinderung von Arteriosklerose und koronare Herzkrankheiten hin. Es zeigte sich zudem, dass das Chondroitinsulfat wirkungsvoll das Cholesterin und die Triglyceride im Serum und in der Leber senkte. Darüber hinaus senkte es die LDL (das „schlechte“ Lipoproteincholesterinkonzentration mit niedriger Dichte) und erhöhte das HDL (das „gute“ Lipoproteincholesterin mit hoher Dichte) im Serum. Die Forschergruppe Wang et al. führten weitere Untersuchungen durch und konnten ebenfalls belegen, dass Chondroitinsulfat die Aktivitäten von Leberlipoproteinlipase, Leberlipase, Superoxiddismutase und Glutathionperoxidase verstärkte. Folglich sei Chondroitinsulfat aus Tintenfischknorpel ein wirksamer Therapeutischer Ansatz zur Verbesserung der Hyperlipidämie. Zudem könnte es aufgrund seiner lipidsenkenden und antioxidativen Eigenschaften eine vorbeugende Wirkung bei Fettleber, Atherosklerose, koronarer Herzkrankheiten und anderen Erkrankungen entfalten.4

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