Gelenkschmerzen, Arthrose mit Chondroitin behandeln

Chondroitinsulfat trägt bekannterweise dazu bei, dem Gelenkknorpel seine elastischen Eigenschaften zu verleihen (indem es dem Knorpelgewebe dabei hilft, Wasser beizubehalten). Weiterhin wird angenommen, dass es über eine entzündungshemmende Wirkung verfügt, wodurch es dabei helfen kann schmerzhafte Schwellungen in den Gelenken zu reduzieren. Was wiederum besonders bei freiliegenden, aneinander reibenden Knochen in den Gelenken wichtig ist.

Chondroitin kann außerdem dazu beitragen, den Knorpelabbau zu verlangsamen sowie das Knorpelwachstum wiederherzustellen, wodurch die Funktion des Gelenkknorpels wiederhergestellt wird. Laborstudien belegen hierzu, dass Chondroitin die Aktivität von Enzymen und anderen Substanzen reduzieren kann, welche Kollagen in den Gelenken abbauen. Ferner wurde belegt, dass Chondroitin Reparaturmechanismen stimulieren kann. Zusammen führt dies dazu, dass die Gelenke durch die rehabilitierte Druckelastizität wieder besser abgefedert werden und dadurch auch wieder besser geschützt sind.1 2

Knie Gelenkschmerzen, Arthrose mit Chondroitin behandeln

Allerdings sei erwähnt, dass Studienarbeiten mit guten Studiendesigns und den besten statistischen Methoden die Wirksamkeit von Chondroitin weniger hoch bewerteten, in Bezug auf die Verringerung von Gelenkschmerzen.3 Eine Meta-Analyse von Xiaoyue Zhu et al. aus dem Jahr 2018, zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Glucosamin und Chondroitin zur Behandlung von Arthrose, kam jedoch zu dem Ergebnis, dass Chondroitin die Schmerzsymptome durch Arthrose lindern kann und die Gelenkfunktion verbessern kann (gegenüber Placebo). Weiterhin wurde belegt, dass Glucosamin eine signifikante Wirkung auf die Verbesserung der Steifigkeit aufwies. In der Meta-Analyse wurden 26 ausgewählte Artikel mit 30 Studienarbeiten untersucht.4

Synergistische Effekte mit Glucosamin für eine bessere Wirkung bei Arthrose

Es sei zudem erwähnt, dass Chondroitin zusammen mit Glucosamin über synergistische Effekte bzw. eine bessere Wirkung bei Arthrose verfügt. In Laborstudien zeigte sich, dass beide Vitalstoffe zusammen über eine sehr gute Wirkung auf die Zellen in den Gelenken verfügen.5 Meistens wird daher bei Arthrose eine Kombination von Glucosamin und Chondroitin (sowie mit weiteren Vitalstoffen) empfohlen.

Besonders wirkungsvoll und geeignet für eine gute Kombinationstherapie bei Gelenkschmerzen sind zudem auch die Hyaluronsäure und das S-Adenosylmethionin. Allerdings werden Kombinationstherapien kaum in Studienarbeiten zur Behandlung von Arthrose thematisiert. So verwundert es auch nicht, dass die soeben erwähnte Meta-Analyse bei der Kombinationstherapie von Chondroitin und Glucosamin über zu wenig Beweise verfügt, um ein signifikantes Ergebnis zur Kombinationstherapie bei Arthrose liefern zu können.6

Chondroitin bei durch Medikamente verursachte Gelenkschmerzen

Bei Gelenkschmerzen, die durch eine Brustkrebsbehandlung verursacht werden, kann Chondroitin in Kombination mit Glucosamin ebenfalls hilfreich sein, was frühere Forschungsarbeiten zu dieser Thematik belegen.7

Wirkung von Chondroitin bei Sacroiliac (SI) Gelenkschmerzen

Das Sacroiliac-Gelenk (Iliosakralgelenk) verbindet das Becken mit der unteren Wirbelsäule. Als Sacroiliac (SI) Gelenkschmerzen wird folglich eine Funktionsstörung des Iliosakralgelenks bezeichnet. SI-Gelenkschmerzen sind also eine Erkrankung, die Schmerzen im oberen Bein und im unteren Rücken verursachen. Dabei werden Schmerzen im unteren Rücken sowie im Oberschenkelbereich oft durch Bandscheibenerkrankungen, Überbeanspruchung, altersbedingte Gelenkschäden und Entzündungen verursacht.

Normalerweise beginnen die Schmerzen, wenn das Sacroiliacalgelenk entzündet oder gereizt ist. Die zunächst akute Entzündung kann dann wiederum chronisch werden. Die soeben genannten Erkrankungen treten sehr häufig auf und Rückenschmerzen sind sogar eine der häufigsten Ursachen für Arztbesuche und Behinderungen im Alter. Kommt es zu sogenannten „strahlenden“ Rückenschmerzen, so werden die Schmerzen bei ca. 15% bis 30% durch sakroiliakale Funktionsstörungen verursacht.

Besonders häufig treten SI-Gelenkschmerzen dabei bei jungen Frauen und Frauen mittleren Alters auf. Für gewöhnlich treten die Schmerzen etwa zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr auf. Wenn die Ursache für die Schmerzen nicht behandelt wird, können die Schmerzen für den Betroffenen sogar für den Rest seines Lebens andauern. Eine genaue Diagnose der Ursache ist jedoch häufig für die Ärzte schwierig. Aufgrund der multifaktoriellen Ursachen der SI-Gelenkschmerzen werden Betroffene mit Iliosakralgelenksproblemen oft fehldiagnostiziert (fälschlicherweise mit einem Bandscheibenvorfall diagnostiziert).8

Richtige Diagnose besonders wichtig für schnelle Verbesserung von Sacroiliac (SI) Gelenkschmerzen

Wenn SI-Gelenkschmerzen richtig diagnostiziert werden, können allerdings ca. bis zu 80% der Betroffenen innerhalb von vier bis sechs Wochen durch eine gute Behandlung deutliche Verbesserungen der Symptome erfahren. Ergänzend zu den vorangegangenen Ausführungen gelten als Ursachen für eine Dysfunktion des Iliosakralgelenks eine Hypermobilität/Hyperaktivität (z.B. durch besonders häufige und monotone Gelenkbewegungen) oder Hypomobilität (z.B. durch Fixierung). Zur Behandlung von SI-Gelenkschmerzen eignet sich unter anderem eine Kollagen-Reiche-Diät, da das Kollagen wichtiger Baustein von Gewebe ist, insbesondere auch der Gelenke und Bänder. Zudem geht Kollagen durch Alterung, Überbeanspruchung oder Entzündungen verloren.

Natürliche Substanzen wie Chondroitin, Glucosamin, Hyaluronsäure, Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) sowie Antioxidantien und entzündungshemmende Nahrungsmittel (Kurkuma, Ingwer, Knoblauch etc.) unterstützen den Körper zusätzlich bei der Gewebereparatur und Heilung von SI-Gelenkschmerzen.8

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