Chondroitin bei (chronischen) Knieschmerzen

Knieschmerzen, welche durch Arthrose verursacht werden, können gut mit Chondroitin behandelt werden. Eine Studie zu dieser Thematik belegt, dass durch eine Behandlung mit Chondroitin sich die Knieschmerzen verringerten und sich die Funktion des Kniegelenks verbesserte bzw. die funktionellen Einschränkungen beim Gehen und bei alltäglichen Aktivitäten linderte. Durchgeführt wurde die randomisierte Doppelblind-Studie mit 608 Teilnehmern, die an einer symptomatischen Kniearthrose leiden. Ähnlich wie der entzündungshemmende Arzneistoff Celecoxib (aus der Gruppe der selektiven COX-2-Hemmer), welcher häufig bei Arthrose-Schmerzen Anwendung findet und in Studienarbeiten zu Arthrose als Medikament für einen Vergleich herangezogen wird.

Es sei allerdings erwähnt, dass diese Studie mit einem hochreinen Chondroitinsulfat durchgeführt wurde (pharmazeutische Reinheit), welches unter den Markennamen Chondrosulf, Condrosulf und Condral bekannt ist. Getestet wurde in verschiedenen Gruppen, es gab jeweils Placebo, Celecoxib und Chondroitin-Gruppen. Die Teilnehmer der Chondroitin-Gruppe bekamen dabei 800mg Chondroitin täglich. Nach sechs Monaten berichtet alle Teilnehmer über weniger Schmerzen und eine verbesserte Mobilität (der Placebo-Effekt ist bei der Arthrose-Behandlung allerdings durchaus üblich). Die Patienten, welche Celecoxib oder Chondroitin einnahmen zeigten allerdings eine deutlichere Verbesserung hinsichtlich der Schmerzen und der Mobilität, im Vergleich zur Placebo-Gruppe.

Hinsichtlich der Zeitdauer, bis die Probanden über eine Verbesserung der Symptome berichteten dauerte es bei der Celecoxib-Gruppe nur etwa 30 Tage und bei der Chondroitin-Gruppe etwa 90 Tage. Diesem Vorteil der schnelleren Wirksamkeit steht allerdings das Risiko für schwerwiegende Nebenwirkungen gegenüber. Celecoxib (und andere nicht-steroidale Entzündungshemmender, kurz NSAIDs) können Nebenwirkungen, wie Magenblutungen, Magengeschwüre, Nierenprobleme, Leberprobleme oder sogar einen Herzinfarkt oder Schlaganfall verursachen. Chondroitin hingegen gilt als sicher, es wird nicht mit solchen Nebenwirkungen in Verbindung gebracht. Deshalb wird hinsichtlich der Wirksamkeit und Anwendungssicherheit bei Knieschmerzen durch Arthrose das Chondroitin als sogenannte „First-Line-Therapie“ empfohlen.1

Chronische Knieschmerzen mit Chondroitin behandeln

Kombinationstherapie bei (chronischen) Knieschmerzen

Ähnlich wie bei Arthrose allgemein bietet es sich auch bei Knieschmerzen durch Arthrose an Chondroitin mit Glucosamin zu kombinieren. Eine Studie diesbezüglich von Marc C. Hochberg et al. zur Untersuchung der Wirksamkeit von Chondroitinsulfat zusammen mit Glucosamin für Knieschmerzen durch Arthrose kam dabei zu dem Ergebnis, dass Chondroitin und Glucosamin gemeinsam eine vergleichbare Wirksamkeit aufweist wie Celecoxib. Die Kombinationstherapie mit dreimal täglich 400mg Chondroitin und 500mg Glucosamin-Hydrochlorid führte zu einer ähnlichen Verbesserung der Symptome (Schmerzlinderung, Reduzierung der Steifheit, Funktionsverbesserung, Reduktion der Schwellung nach 6 Monaten) wie täglich 200mg Celecoxib.2

Darüber hinaus ist erwähnenswert, dass Chondroitin laut Experten auch das Fortschreiten von Arthrose verlangsamen kann, vorausgesetzt es wird langfristig eingenommen. Hierzu belegten Studien, dass Chondroitin die Verengung des Gelenkraums verlangsamt, wenn es über einen Zeitraum von 2 Jahren eingenommen wird.3

Die Frage die Experten daher stellen ist folglich zurecht: „Sind nicht-steroidale Entzündungshemmer die Kosten und Risiken wert, wenn es eine sichere Alternative gibt?“. Die Nebenwirkungen von NSAIDs verursachen in den USA nämlich den Tod von mehreren Tausend Personen im Jahr. Chondroitin und Glucosamin verfügen hingegen über ein gutes Sicherheitsprofil. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit die Wirkung von Chondroitin und Glucosamin bei chronischen Knieschmerzen durch Arthrose noch zu verbessern, indem sie mit anderen Vitalstoffen (wie beispielsweise MSM) oder Kräutern kombiniert werden.4

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