Wirkung von Chondroitin bei Osteoporose

Osteoporose, eine häufige Alterserkrankung, macht die Knochen dünner, poröser und dadurch anfälliger für Knochenbrüche. Bekannt ist Osteoporose auch als „Knochenschwund“, da durch den beschleunigten Knochenabbau (schneller als der Knochenaufbau), die Knochendichte abnimmt. Leitsymptome sind Rückenschmerzen, eine Verminderung der Körpergröße, eine Kyphose/Skoliose der Wirbelsäule sowie Frakturen der Oberschenkelhalsknochen.1

Torrent et al. untersuchten im Jahr 2014 die Wirkung der Kombination von Chondroitinsulfat und Glucosamin bei Arthrose und Osteoporose (in einer Tiermodell-Studie). Dabei konnten die Forscher zeigen, dass die Kombinationstherapie zu einer signifikanten Reduktion des Knorpelabbaus (ca. 80%) sowie eine signifikante Reduktion des Proteoglykanabbaus (ca. 70%) bewirkte. Begleitet wurde dies zudem über eine deutliche Reduktion der Metalloprotease-3 und des IL-1-Spiegels. Außerdem zeigte das microCT einen positiven Effekt der Kombinationstherapie auf die Knochenstruktur. Korreliert war der schützende Effekt auf den Knochenverlust mit einem erhöhten Osteoprotegerin-zu-RANKL-Verhältnis (RANKL ist ein Protein aus der Familie der Tumornekrosefaktoren (TNF) und maßgeblich an der Regulation des Knochenumbaus beteiligt. Osteoprotegerin (OPG) wiederum ist ein Decoy-Rezeptor („Lockvogelrezeptor“) für RANKL. Daher konnten die Torrent et al. belegen, dass eine Kombinationstherapie aus Glucosamin und Chondroitinsulfat über eine signifikante Wirkung zur Behandlung von Arthrose verfügt und eine schützende Rolle im Knochen spielt.2 3 4

Chondroitin aus Hirschgeweih besonders gut bei Osteoporose

In einer weiteren Studie von 2011 fand J. Glycoconj übrigens heraus, dass das Chondroitin aus Hirschgeweih mit seiner übersulfatierten Chondroitinsulfat-Zusammensetzung über gute physiologischen Eigenschaften verfüge und demzufolge ein guter Kandidat für osteogenetische Mittel beim Menschen sei (Osteogenese bezeichnet die Bildung von Knochengewebe). Allgemein gilt Hirschgeweih nebenbei erwähnt als stark regeneratives Gewebe.5

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